Besuch einer Veranstaltung des ICF Chapter Düsseldorf

 

Unter dem Titel „Das Modell der Ich-Entwicklung in Coaching und Beratung“ hatte die Regionalgruppe Düsseldorf der International Coach Federation zu einem Vortrag von Dr. Thomas Binder ins Haus der Universität eingeladen. Wir fanden das Thema interessant und waren dabei.

 

Nun mag sich manch einer fragen, was die Ich-Entwicklung mit Mediation zu tun hat. Sehr viel! Wie sagt schon Friedemann Schulz von Thun: „Wer sich selbst kennt, kommuniziert besser.“ Nur wenn ich weiß, wie ich auf andere wirke, verbal genauso wie non-verbal, kann ich Reaktionen auf meine Person vorhersehen und beeinflussen. Nur wenn ich weiß, wer ich selbst bin, kann ich mich bewusst auf mein Gegenüber einstellen und auf Augenhöhe kommunizieren. Das macht die Kommunikation leichter, offener und zielführender.

 

Konflikte entstehen durchaus auch, wenn wir uns „von oben herab“, mit wenig Wertschätzung und wenig Empathie behandelt fühlen. Dabei unterstellen wir unserem Gesprächspartner gern Absicht.

 

Aber ist er, ist sie sich der eigenen Wirkung auf andere bewusst? Ist das konkrete Verhalten geplant?

 

Zur Konfliktprävention ebenso wie für den professionellen Umgang mit Konfliktsituationen ist es unerlässlich, sich selbst gut zu kennen. Das gilt nicht nur für Mediatoren, sondern für alle, die in Teams und Gruppen arbeiten und vor allem für Führungskräfte. Wir sind ein Leben lang Lernende, auch beim Erkennen des eigenen Ichs, und entwickeln uns dabei im Idealfall auch weiter.

 

Der Vortrag von Dr. Binder und das von ihm vorgestellte Modell der Ich- Entwicklung ist eine weitere Anregung, verschiedene Modelle und Methoden für Mediation und Coaching zu diskutieren und daraus eigene Ansätze abzuleiten.

 

„Lernen Sie nur – oder entwickeln Sie sich auch?“ – diese Frage stellt Dr. Binder.

 

Es hilft, sich diese Frage ab und zu selbst zu stellen und vor allem ehrlich zu beantworten.