Marathon – das selbst gesteckte Ziele erreichen

 

Am vergangenen Sonntag war ich zufällig Zuschauerin an der Strecke des Berlin Marathons. Etwa bei Kilometer 39 konnte ich den Läufern, die sich, gepuscht vom Rhythmus der unermüdlichen Trommler, auf den letzten Kilometer zum Ziel zuschauen. Manche liefen noch recht locker, anderen waren die Strapazen deutlich ins Gesicht geschrieben.

 

Da ich selbst Marathon gelaufen bin, weiß ich sehr genau, was in ihren Köpfen vor sich geht. Hinter all diesen Läufern liegen viele Wochen intensiven Trainings, mit klarem Fokus auf 42,195 km, mit dem manchmal schmerzhaften Verzicht auf andere Dinge. Hunderte Male haben sie sich den Tag des Laufes vorgestellt und von dem Augenblick geträumt, an dem sie die glücklich die Ziellinie überqueren. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie „nur“ die Distanz schaffen wollen oder sich eine konkrete Zeit als Ziel gesetzt haben.

 

Und dann kommt der große Tag, an dem sie sich auf die lange Distanz begeben, getragen von der eigenen Motivation und dem Läuferfeld, von den Zurufen und dem Beifall der vielen Zuschauer, gepuscht vom Rhythmus der Musik entlang der Strecke. Und immer wieder sehen sie einen Film ablaufen: das Überqueren der Ziellinie nach mehr als 42 Kilometern.

 

An der Strecke stehen viele Zuschauer mit großen Schildern und Transparenten. Eines mochte ich immer besonders: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

 

Für einen Marathon muss man gesund sein und lange Zeit intensiv trainieren. Aber am Ende entscheidet der Kopf, ob man die Ziellinie überquert.

 

No commitment, no success.

 

Und das gilt für alle Ziele, die wir uns setzen.